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28. Januar 2026 | KOMMENTAR Recyclingquote für Getränkekartons erneut verfehlt
Einführung eines Pfandes zur Lösung der Recyclingkrise
gefordert
Berlin: Nach neuesten Zahlen der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) wurde die Re-cyclingquote für Getränkekartons im Jahr 2024 zum
dritten Mal in Folge verfehlt. Statt der im Verpackungsgesetz festgelegten 80 Prozent wurden lediglich 69,5 Prozent erreicht. Das ist noch weniger als im Vorjahr (71,3 Prozent). Die Deutsche
Umwelthilfe (DUH) fordert dringend ein Gegensteuern im Rahmen der aktuellen Erarbeitung des Verpackungsrechts-Durchführungs-gesetzes. Dazu gehört insbesondere die Ausweitung des Einwegpfandes in Höhe
von 25 Cent
auf Getränkekartons sowie der Aufbau ausreichender Recyclingkapazitäten in Deutschland. Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH):
„Umweltminister Schneider darf nicht länger die Augen vor der Recyclingkrise bei Getränkekartons verschließen. Das unzureichende Recycling verschwendet Ressourcen und
belastet die Umwelt. Statt wie vorgesehen im Gelben Sack landet rund ein Drittel der Einweg-Kartons im Restabfall, in der Umwelt oder in der Papiertonne.
Durch die Ausweitung des Einweg-Pfandes von 25 Cent auf Getränkekartons ließen sich mehr als zwei Milliarden Stück pro Jahr zusätzlich recyceln. In Spanien wurde ein Pfand auf Getränkekartons bereits Ende 2024 beschlos-sen, ab 2027 zieht Kroatien nach und auch in Rumänien gibt es bereits erfolgreiche Rücknahmetests im Handel. Technisch ist die Rücknahme von Getränkekartons an Pfandautomaten problemlos umsetzbar. Wir fordern von Umweltminister Carsten Schneider bei der Erarbeitung des neuen Verpackungsgesetzes jetzt die Chance zu ergreifen, durch die Festlegung eines Pfandes von 25 Cent auf Getränkekartons die Sammel- und Recycling-mengen deutlich zu erhöhen.“
28. Januar 2026 | Mit der GNA in Hasselroth
Grünlandpflege im Feuchtgebiet Herrenbruch
Vorbereitungen für die Brut- und Beweidungssaison 2026 getroffen.
28. Januar 2026 | Anlässlich des Nordseegipfels
Neue Studie zu Auktionsverfahren
Wind auf See braucht Vorgaben von Land
Fossile Industrien auf Kosten von Gesundheit und Natur
23. Januar 2026 | Umweltverbände kritisieren:
Wilhelmshaven macht den Weg frei für Importinfrastruktur verflüssigter Gase
Schutzbündnis Voslapper Groden-Nord bezieht Stellung
23. Januar 2026 | Nach erstem Amtsjahr von Trump
Import von US-Fracking-Gas auf Rekordhoch
Warnung vor neuer Abhängigkeit bei LNG-Importen
23. Januar 2026 | Fracking-Gas-Lieferkette
Beschwerde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Drohende Umwelt- und Gesundheitsgefährdung durch US-Fracking-Gas, auch Schäden an lokaler Fischerei.
Bad News
22. Januar 2026 | Vor Europas größter Jagdmesse in Dortmund
Gezüchtet, vermarktet, erschossen
Löwen sterben für billige Trophäen: Neuer Bericht über die Gatterjagd kritisiert Abschüsse gezüchteter Tiere – auch durch deutsche Jäger*innen.
22. Januar 2026 | Pandas für München
Millionen-Geschäft statt Artenschutz
Kritik an Panda-Leihgabe an Tierpark Hellabrunn.
Fotos von Ministerpräsident Söder mit Plüsch-Pandas sorgten schon 2024 in Deutschland für Kritik und Spott.
| 21. Januar 2026 | Bundesumweltminister Schneider beim Weltwirtschaftsforum in Davos |
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Neue Allianzen für Klima- und Umweltschutz
Bundesumweltminister Schneider wird vom 19. bis 22. Januar am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Erstmals überhaupt nimmt damit ein Bundesumweltminister teil.
Bei seinem Besuch wird Schneider mit führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Finanzwelt, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammentreffen. Ziel ist es, internationale Partnerschaften zu stärken, den Privatsektor für Umwelt- und Klimaschutz zu gewinnen und über nachhaltige Wachstumspfade für die EU und Deutschland zu sprechen.
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21. Januar 2026 | Deutscher App-Award
Mit dem ToxFox Schadstoffe beim Einkauf erkennen
Vollständige Transparenz bei Inhaltsstoffen in Alltagsprodukten längst überfällig
21. Januar 2026 | Balkan
Europas letzte Wildflüsse in Gefahr
Fast 2.500 km an unberührten Flüssen seit 2012 zerstört
20. Januar 2026 | KOMMENTAR Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes
Kritik an geplanten Abschwächungen der
Umweltverbandsklagerechte
Berlin. Am Mittwoch soll der Entwurf zur Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes im Bun-deskabinett beschlossen werden. In seiner
aktuellen Form droht das Vorhaben nach Ein-schätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Verbandsklagerechte in Umweltangelegenheiten erheblich zu schwächen. Zwar soll der Anwendungsbereich des
Gesetzes moderat erweitert werden, gleichzeitig aber die Anerkennung klageberechtigter Umweltvereinigungen befristet und eine neue Form der materiellen Präklusion, also dem Ausschluss von
Einwendungen in Gerichts-verfahren, die nicht im Verwaltungsverfahren vorgebracht wurden, eingeführt werden. Die DUH sieht darin deutliche Verschlechterungen gegenüber der aktuell geltenden
Rechtslage. Das kom-mentieren Barbara Metz, Jürgen Resch, und Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführerin und Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
(DUH):
„Die geplante Erweiterung der möglichen Klagegegenstände für Umweltverbände ergibt sich aus völker- und europarechtlichen Verpflichtungen und ist überfällig. Leider wird
diese Erweiterung aber nur durch eine Verlän-gerung der Liste an möglichen Klagegründen umgesetzt, die zwangsläufig unvollständig bleibt und die Lücken deshalb in der Vergangenheit von Gerichten als
unvereinbar mit Völker- und Europarecht eingestuft wurden. Die Bundesregierung muss stattdessen eine Generalklausel, also eine Formulierung, die unbestimmt viele Sachver-halte einschließt, ins Gesetz
aufnehmen. Anerkannten Umweltverbänden und zuständigen Behörden in Bund und Ländern will die Bundesregierung das Leben schwerer machen, indem eine Anerkennung als klageberechtigte Vereinigung in
regelmäßigen Abständen erneut beantragt werden muss. Das wäre das Gegenteil von Bürokratie-abbau und würde auf allen Seiten unnötig Ressourcen binden. Wir kritisieren scharf, dass eine Regelung zum
Einwendungsausschluss in Gerichtsverfahren wieder aufgenommen wird.“
Hintergrund: Das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz enthält spezifische Regelungen für den Rechtsschutz in Umwelt-angelegenheiten und schafft insbesondere Klagerechte für anerkannte
Umweltvereinigungen. Das Gesetz ist aktuell unzureichend und muss aufgrund von Entscheidungen der Vertragsstaatenkonferenz der Aarhus-Konven-tion, des Europäischen Gerichtshofs und des
Bundesverwaltungsgerichtes geändert werden.
News zu Kaufprämien für E-Autos
20. Januar 2026 | Mit sozialer Staffelung
Neues E-Auto-Förderprogramm
Zuschüsse für Neuzulassungen ab 1.1.2026
20. Janaur 2026 | KOMMENTAR
Zu reaktivierten Kaufprämien für E-Autos und klimaschädliche Plug-In-Hybride:
„Milliardenschweres Geschenk für die Autohersteller“
Berlin: Die von der Bundesregierung vorgestellten Kaufprämien für E-Autos und klimaschädliche Plug-In-Hybride (PHEV) sowie Fahrzeuge
mit Range-Extender (REX) kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) als milliardenschweres Geschenk für Autohersteller ohne Lenkungswirkung.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
„Wieder bringt die Bundesregierung ein milliardenschweres Hilfsprogramm für die Autohersteller und auf Kosten der Steuerzahler auf den Weg. Einen Beitrag zum klima- und
industriepolitisch dringend erforderlichen Hochlauf der Elektromobilität leistet die Bundesregierung mit diesem Programm nicht, da sie Verbrenner-Hybride mit hohem CO2-Ausstoß ebenfalls einbezieht.
Gefördert werden Plug-In-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender, die offiziell mit bis zu 60 g CO₂/km angegeben sind, obwohl die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass diese Werte
irreführend sind. Plug-In-Hybride stoßen in der Praxis bis zu fünfmal mehr CO₂ aus und bieten somit kaum Klimavorteile gegenüber konventionellen Verbrennern. Ohne jegliche Effizienzvorgaben werden
auch schwere E-SUV mit hohem Stromverbrauch mit Steuergeldern subventioniert – dem Klimaschutz bringt das nichts. E-Auto fahren wird mit diesem Förderprogramm nicht attraktiver: Während die
Bundesregierung energieintensive Industrien beim Strompreis subventioniert, zahlen E-Auto-Fahrer bis zu 89 Cent pro Kilowattstunde Strom. Diese Kaufprämie legt erneut offen, wie planlos die
Verkehrspolitik der Bundesregierung ist. Trotz milliardenschwerer Förderung lässt die Bundesregierung weiter eine wirksame Klimaschutzpolitik im Verkehrssektor vermissen.“
20. Januar 2026 | Stunde der Wintervögel
Vogelzählung begeistert Niedersachsen
Starke Beteiligung und spannende Beobachtungen
16. Januar 2026 | KOMMENTAR Abkommen zu Erdgasbohrungen in der Nordsee
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Warnung vor weitreichenden Folgen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz |
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Mit Blick auf die erste Lesung im Bundestag zum Gesetzentwurf über das Unitarisierungsab-kommen kommentiert Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
"Das Abkommen mit den Niederlanden öffnet die Tür für die neue Erdgasbohrung vor Borkum – und für weitere grenzüberschreitende Lagerstätten in der Nordsee. Es ermöglicht Bohrungen sogar unter Meeresschutzgebieten und nahe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Das gefährdet wertvolle Ökosysteme und widerspricht klar dem Klimaschutzgebot des Grundgesetzes. Klimapolitisch ist der Fall klar: Es dürfen keine neuen fossilen Lagerstätten mehr aufgeschlossen werden. Die Bundesregierung aber setzt auf mehr Gas, selbst wenn es über-flüssig ist. Die Gasmangellage ist offiziell beendet. Das zu erwartende Fördervolumen liegt bei weniger als einem Prozent des deutschen Jahresverbrauchs – ein Beitrag ohne jede Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Damit gibt es keinen sachlichen Grund für dieses Gesetz. Besonders kritisch: Das Abkommen beschneidet die Befugnisse deutscher Genehmigungsbehörden massiv. Deutschland würde auf das Recht verzichten, strengere Umwelt- und Klimaschutzstandards im eigenen Hoheitsgebiet durchzusetzen. Selbst ausgelaufene Genehmi-gungen müssten verlängert werden – ungeachtet der Folgen für Klima und Natur. Das Abkommen ist somit nicht nur schädlich, sondern auch rechtswidrig. Wir fordern den Bundestag deshalb dringend auf, das Unitarisierungs-abkommen abzulehnen.“ |
16. Januar 2026 | Naturpark Lüneburger Heide
Erstmals auf der Internationalen Grünen
16. Januar 2026 | Zählen für den Naturschutz
60. Internationale Wasservogelzählung
Zehntausende Freiwillige nehmen teil. Seit der ersten Zählung 1967 1,9 Milliarden Wasservögel erfasst.
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News zur Landwirtschaft & Ernährung
16. Januar 2026 | Umfrage
Klare Mehrheit für staatliche Tierhaltungskennzeichnung
Kennzeichnung muss auf allen Produkten verpflichtend werden
15. Januar 2026 | Katastrophal schlechte Kontrollen
Anwendung schädlicher Pflanzen-schutzmittel
Auswertung offenbart massive Defizite bei der Kontrolle hochgiftiger Pestizide
15. Januar 2026 | Raumfahrt-Technik für den Acker
Geruchloser Dünger aus Gülle
Von Nischentechnik zu Klimaschutz in der Fläche
15. Januar 2026 | Wandel & Widerstand
Der kritische Agrarbericht 2026
Agrarpolitik im Rückwärtsgang: Reformen stocken,
Höfe unter Druck.
14. Januar 2026 | Vernetzung von Lebensräumen
Tümpelpflege für den Laubfrosch
Trittsteine im Biotopverbund benötigen mehr Aufmerksamkeit
Bad News für den Wolf
14. Januar 2025 | Der Wolf im Jagdrecht
Gesetzentwurf zur aggressiven Wolfsbekämpfung
Deutliche Korrekturen gefordert: Koexistenz statt Bekämpfung, EU-Naturschutzrecht einhalten.
14. Januar 2026 | KOMMENTAR zur Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz (BJagdG)
Wolf ins Jagdrecht:
Gesetzesentwurf muss umfassend überarbeitet werden
Berlin. Der Wolf soll als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Das sieht der von der Bundesregierung auf den
Weg gebrachte Gesetzentwurf zur Änderung von Bundesjagdgesetz und Bundesnaturschutzgesetz vor. Am 14. Januar steht dazu die erste Beratung im Bundestag an. Zum Gesetzesentwurf sagt Dr. Sybille
Klenzendorf, Programmleiterin Wildtiere in Europa beim WWF Deutschland:
„Es ist politisches Wunschdenken, dass die im Gesetzentwurf vorgesehene anlasslose Jagd zu sinkenden Risszahlen führt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich die
Zahl der Nutztierrisse dadurch nicht verringert, sondern im Gegenteil sogar erhöhen kann. Das wirksamste Mittel zur Reduzierung von Nutztierrissen sind nachweislich präventive Schutzmaßnahmen wie
Elektrozäune, Herdenschutzhunde oder Behirtung sowie in klar definierten Einzelfällen die schnelle und gezielte Entnahme tatsächlich auffälliger oder schadensstiftender Einzeltiere. In seiner
vorliegenden Form ist das Gesetz zudem rechtswidrig, da nicht mit dem europäischen Artenschutzrecht vereinbar. Der Wolf bleibt gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) eine
geschützte Art (Anhang V), deren Erhaltungszustand dauerhaft abgesichert werden muss.
Wir appellieren an die Bundestagsabgeordneten, den Gesetzesentwurf im parlamentarischen Verfahren grund-legend zu überarbeiten. Notwendig sind vor allem verlässliche Regeln, die sicherstellen, dass
die Wolfspopulation in Deutschland dauerhaft nicht wieder bedroht wird. Dazu braucht es ein gutes Monitoring und klare Schutz-mechanismen, statt Jagdmaßnahmen, die vor allem Handlungsfähigkeit
demonstrieren sollen, aber Weidetiere nicht wirksam schützen. Deutschland muss sich an geltendes EU-Recht halten. Alles andere gefährdet den Artenschutz und die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung.
Über das Gesetz hinaus bedarf es der Stärkung des Herdenschutzes. Dringend benötigen wir anstelle pauschaler Jagdregelungen klare und schnelle Verfahren, um tatsächlich problematische Einzeltiere
gezielt zu entnehmen und Schäden wirksam zu begrenzen. Dies scheitert bislang häufig an langen Genehmigungsverfahren und unklaren Zuständigkeiten. Reißt ein einzelner Wolf wiederholt gut geschützte
Nutztiere, kann es Wochen dauern, bis eine Entnahme erlaubt wird – mit der Folge weiterer Risse.“
In seiner aktuellen Stellungnahme bewertet der WWF die vorliegende Gesetzesnovelle als fachlich wie rechtlich ungenügend. Zu den Kritikpunkten zählen unter
anderem:
Good News
13. Januar 2026 | Baltic Sea Ranger
Weltweit einzigartige Fortbildung zum Fachwirt für Fischerei und Meeresumwelt
13. Januar 2026 | Wilhelmshaven
Umweltverbände schließen Schutz-bündnis für Voslapper Groden-Nord
Naturschutzgebiet und EU-Vogelschutzgebiet droht fossilem Industriepark geopfert zu werden.
13. Januar 2026 | KOMMENTAR
Zur Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Bauen auf Treibsand
Berlin. Bundesministerin Reem Alabali Radovan stellte in der Bundespressekonferenz die geplan-te Neuausrichtung der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit vor. Sie soll laut der Ministerin zukünftig vor allem deutschen strategischen Interessen und der deutschen Wirtschaft dienen. Biodiversitätserhalt und Klimaschutz spielen
dabei keine zentrale Rolle mehr. Das sei wie Bauen auf Treibsand, so die Kritik des WWF. Heike Vesper, Vorständin für Politik und Transformation des WWF Deutschland,
kommentiert:
„Der WWF unterstützt die Aussage von Ministerin Alabali Radovan, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit kein moralischer Luxus, sondern eine folgerichtige Antwort auf den wachsenden Druck auf die
globale Solidarität und zunehmende geopolitische Konkurrenzen ist. Das Ministerium zielt mit seiner Arbeit auf Frieden, Stabilität und Wohlstand sowie die Stärkung deutscher Wirtschaftsinteressen ab.
Diese Ziele lassen sich jedoch nicht erreichen, wenn kritische Ökosysteme und das Klima nicht ausreichend geschützt werden. Gefahren für Stabilität und Frieden sind in vielen
Regionen der Erde eng mit der Zerstörung und Ausbeutung der Natur sowie mit den Folgen der Klimakrise verbunden. Die bedarfsgerechte Förderung von Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität durch
öffentliche Mittel ist unverzichtbar.“
9. Januar 2025 | Naturführer 2026
Natur verstehen und vermitteln
Umweltwerkstatt startet Ausbildung in Lüneburg
und der Wetterau
9. Januar 2026 | Aktuelle Umfrage
Für weniger Einweg-Müll
155 Städte haben Interesse an Verpackungssteuern.
ABER: Bayern hat beschlossen, seinen Kommunen dieses Instrument ab Januar 2026 zu verbieten.
9. Janaur 2026 | Klima-Verfassungsbeschwerden
Umweltverbände kritisieren Stellungnahme
Bundesregierung verweigert Verantwortung.
8. Januar 2026 | Ab 2026
Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher trotz steigendem CO₂-Preis
Geringer Anstieg für CO2-Preis auf Brennstoffe erwartet
8. Januar 2026 | Nach Rechtsverfahren
Signalwirkung für hunderttausende Mieterinnen und Mieter
Vonovia erlaubt Balkonkraftwerke
8. Januar 2026 | STATEMENT Bundesumweltministerium
Zum Austritt der USA aus 66 internationalen Organisationen
Gestern erließ US-Präsident Donald Trump eine Executive Order, die den Rückzug der USA aus 66 internationalen Organisationen verkündete. Dazu äußert sich heute Bundesumweltminister Carsten Schneider:
„Die Entscheidung der Trump-Regierung, auch die Klimarahmenkonvention und den Weltklimarat zu verlassen, kommt nicht überraschend. Der Weltklimarat vereint die exzellentesten Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaft zu Klimafragen auf der ganzen Welt. Zurecht ist er 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Bei der Klimakonferenz Ende letzten Jahres hat sich gezeigt, dass die USA mit ihrer Haltung zum Klimaschutz allein sind. Alle Staaten haben sich dazu bekannt, alles zu tun, um die Erderwärmung in diesem Jahrhundert bei 1,5 Grad einzupendeln. Zahlreiche neue Allianzen sind in Belem gestartet: zu internationalen Kohlenstoffmärkten, zum schnelleren Ausstieg aus den fossilen Energien und übrigens auch gegen Fakenews zu Klimafragen.“
7. Januar 2026 | KOMMENTAR
zu Treibhausgasemissionen 2025
Das neue Jahr muss Fortschritt bringen
Berlin. Die Treibhausgasemissionen aus den Sektoren Verkehr und Gebäude sind im vergange-nen Jahr gestiegen. Das geht aus Daten der
Denkfabrik Agora Energiewende hervor. Demnach sanken die Emissionen 2025 insgesamt nur um 9 Millionen Tonnen CO2 im Vergleich zum Vorjahr – und das zum Teil auch nur wegen
Produktionsrückgängen.Strukturelle Änderungen, die Klima-schutz und Wirtschaft gleichzeitig voranbringen, bleiben aus. Dazu sagt Viviane Raddatz, Klima-chefin beim WWF
Deutschland:
„Fast ein Jahr ist seit der Wahl vergangen und die Regierung antwortet auf eine der größten Krisen unserer Zeit mit Rück- statt Fortschritten. Wir brauchen kein
Roll-back bei Verbrenner-Aus und Heizungsgesetz, sondern ein Build-on: Maßnahmen für einen zukunftsfähigen Verkehrs- und Gebäudesektor müssen ausgeweitet werden, statt eingedampft. Die
Bundesregierung verharmlost die Konsequenzen dieser fossilen Roll-backs: Kostensteigerun-gen, weniger Resilienz und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit in Zukunftsbranchen. Mit dem Klimaschutzpro-gramm,
das die Bundesregierung laut Gesetz bis März vorlegen muss, bietet sich ihr ein perfekter Handlungsrah-men, jetzt umzulenken: Richtig ausgestaltet kann es Deutschland auf Kurs bringen, indem es den
Übergang zu zukunftsfesteren Technologien wie E-Autos und Wärmepumpen fördert und Menschen vor den Gefahren und Kosten fossiler Energien schützt. Ein besserer öffentlicher Nah- und Fernverkehr, der
Ausbau von Wärmenetzen, mehr Sanierungen insbesondere der besonders schlecht gedämmten Häuser, mehr Strom aus Erneuerbaren statt aus Kohle, Öl und Gas: All das und mehr sollte sich die Regierung auf
ihre Aufgabenliste für das neue Jahr schreiben und zeitnah mit Häkchen versehen. Denn nur so ist ihre Politik fortschrittsgewandt statt rückschrittlich. Und: All das funktioniert nicht ohne die
finanziellen Mittel. Wenn über Haushalte entschieden wird, muss Zukunfts-fähigkeit der Maßstab sein.“
7. Januar 2026 | Wiederherstellung Wasserhaushalt
Nasse Zukunft für das Adlermoor
Material für die Wiedervernässung kommt aus der DBU-Naturerbefläche.
7. Januar 2026 | Fortbildung
Neue Entwicklungen im hessischen Naturschutz
Fachsymposium am 18. Januar 2026 in der Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar
6. Januar 2026 | Horrornacht an Silvester
Bundesweites Böllerverbot von Innenminister Dobrindt gefordert
6. Januar 2026 | Gewinner und Verlierer 2025
Nashörner, Phytoplankton und Vögel auf der Verliererseite
Luchse, Koalas und Grüne Meeresschildkröten sind Gewinner / Europas Umweltschutz wird „geschreddert“
6. Januar 2026 | Vögel im Garten
Vom 9. bis 11. Januar ruft der NABU wieder zur Stunde der Wintervögel auf.
19. Dezember 2025 | Deutschland
Hessen hat höchste Weißstorchdichte
Adebar-Freunde zählen in diesem Jahr 1.563 Brutpaare mit 2.112 Jungen
19. Dezember 2025 | Online-Portal „Rhönflora“
Von seltenen Orchideen bis zu
Alpen-Milchlattich
19. Dezember 2025 | Erfolgsmodell in Gefahr
25 Jahre Wasserrahmenrichtlinie WRRL
Warnung vor Aufweichung eines zentralen europäischen Umweltschutzgesetzes
18. Dezember 2025 | Lichtverschmutzung
In der Weihnachtszeit sparsam mit Kunstlicht umgehen
Good News
18. Dezember 2025 | Hamburger Hafencity
Kombination von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz, schneller Bau und effiziente Nutzung von Grundstücken
18. Dezember 2025 | KOMMENTAR zur Erhöhung der Entfernungspauschale:
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Milliardengeschenk für Besserverdienende |
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Zur Abstimmung im Bundesrat zur überarbeiteten Entfernungspauschale am morgigen Freitag erklärt Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Bund und Länder stehen schon jetzt unter massivem Spardruck. Die geplante Erhöhung der sogenannten Pendlerpauschale würde ein noch größeres Loch in die öffentlichen Kassen reißen – mit zusätzlichen Steuer-ausfällen in Milliardenhöhe. Der Bundesrat darf diesem Vorhaben nicht zustimmen. Die Neuregelung geht an den Bedarfen vieler Menschen vorbei und ist sozial ungerecht. Was als Entlastung für alle verkauft wird, entlarvt sich bei genauerem Hinsehen als Steuervorteil vor allem für Besserverdienende. Bereits nach der alten Regelung entfielen 2025 über 50 Prozent der Steuervorteile auf die obersten 30 Prozent der Einkommen – die Erhöhung verschärft diese Schieflage weiter. Öffentliche Mittel sollten Mobilität für alle stärken – nicht zusätzliche Steuer-geschenke für Gutverdienende finanzieren.“
Hintergrund: Mit der enormen Erhöhung der Entfernungspauschale hat die Bundesregierung eines ihrer verein-barten Projekte umgesetzt. Bereits Anfang Dezember hat der Bundestag der geplanten Erhöhung auf 38 Cent/km ab dem ersten Kilometer zugestimmt. Am 19.12.2025 entscheidet auch der der Bundesrat über die Erhöhung. Bis 2030 fehlen dem Bund Einnahmen von knapp 4 Milliarden Euro. Da die Einnahmen aus der Lohn- und Ein-kommensteuer auf Bund, Länder und Kommunen aufgeteilt werden, diese in Folge der höheren Abschreibungen sinken, fehlen den Bundesländern 3,7 Milliarden Euro und den ohnehin schon klammen Kommunen weitere 1,3 Milliarden Euro. Die Entfernungspauschale reduziert das zu versteuernde Einkommen, unabhängig vom genutz-ten Verkehrsmittel. Somit werden Menschen mit hohen Einkommen und weiten Wegen sehr viel stärker entlastet als Menschen mit niedrigen Einkommen aber ebenso weiten Wegen. Einen Anreiz den öffentlichen Verkehr zu nutzen sieht die aktuelle Regelung nicht vor. |
17. Dezember 2025 | Nachhaltigkeit zu Weihnachten
Küsse unter dem Mistelzweig
Misteln lieber als nachhaltigen Adventsschmuck
als am Obstbaum
17. Dezember 2025 | KOMMENTAR zum „Verbrenner“-Aus-Aus
Die EU macht sich zum Freilichtmuseum für Verbrenner-Technologien
Berlin: Mit der Entscheidung, fossil betriebene Neuwagen auch nach 2035 zuzulassen, sendet die EU ein fatales Signal – für den Klimaschutz und für Europas
Wettbewerbsfähigkeit. Dazu sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland:
„Von diesem Beschluss profitiert allein die Fossillobby – nicht die europäische Autoindustrie und nicht die Ver-braucherinnen und Verbraucher. Statt Planungssicherheit
für die Transformation zu schaffen, verlängert Europa die Abhängigkeit von Öl und verschärft damit Klimakrise und geopolitische Risiken. Und das, während der Rest der Welt auf Elektromobilität setzt.
Wer glaubt, mit dieser Entscheidung Wohlstand und Arbeitsplätze zu retten, irrt: Sie gefährdet beides. Die Zukunftsmärkte entstehen bei Elektrofahrzeugen, nicht beim Verbrenner. Während andere Länder
Milliarden vor allem in Batterietechnologie investieren, macht sich Europa zum Freilichtmuseum für Verbrenner-Technologien von gestern. Das ist keine Technologieoffenheit, das ist
Technologieverweigerung. Damit zeigt sich, dass Technologieoffenheit eigentlich nur ein fossiles Weiter-so sichern soll. Die europäische Autoin-dustrie braucht aber klare Leitplanken für den Wandel –
keine Schlupflöcher, die den Strukturwandel verschlep-pen. Wer Menschen entlasten will, muss anders handeln: mit gezielter Kaufförderung für E-Fahrzeuge für kleine und mittlere
Einkommen, mit einem flächendeckenden Ladenetz auch auf dem Land, mit einem starken öffentlichen Nahverkehr. Das senkt die Mobilitätskosten und macht unabhängig von schwankenden
Spritpreisen.
Für das Klima zählt jede Tonne CO₂. Jedes zusätzliche Verbrenner-Fahrzeug auf den Straßen macht es schwerer, die Pariser Klimaziele zu erreichen, und nimmt den Platz für klimafreundliche Lösungen.
Die Rechnung zahlen alle: durch höhere CO₂-Preise, durch Extremwetterereignisse, durch verlorene Wettbewerbsfähigkeit. Klimaschutz ist keine Bürde für die Wirtschaft – er ist ihre Zukunft."
Hintergrund: Während die Bundesregierung an einem Klimaschutzprogramm arbeitet, hat sie sich mit dem Verbrenner-Aus gleichzeitig für ein Aufweichen von Klimaschutzmaßnahmen auf
europäischer Ebene eingesetzt – ein Widerspruch. Der WWF hat gemeinsam mit anderen Umweltverbänden zum laufenden Beteiligungsprozess heute konkrete Maßnahmen für wirksamen Klimaschutz vorgelegt. Das
Aufweichen des Verbrenner-Aus passt nicht zu einem zukunftsfähigen Klimaschutzprogramm.
17. Dezember 2025 | STELLUNGNAHME
Zum Vorschlag der EU-Kommission zur Automobilwirtschaft |
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Die EU-Kommission hat ihre Vorschläge für die Zukunft der Automobilbranche in Europa vorgelegt. Dazu erklärt Bundesumweltminister
Carsten Schneider: „Die Regeln werden flexibler, aber die Klimawirkung bleibt erhalten. Auch wenn es kritische Punkte gibt, ist das insgesamt ein pragmatischer und gangbarer Mittelweg, der auch die wichtigen Anliegen der Gewerkschaften aufgreift. Ich habe in den letzten Monaten viel mit Unternehmen und Betriebsräten gesprochen, sowohl von Autoherstellern als auch von Zulieferern. Sie bekommen jetzt mehr Spielraum, um den Übergang in die elektri-sche Zukunft zu schaffen. Das Signal an den Markt ist eindeutig: Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Elektro-autos sind technisch überlegen und werden immer besser und günstiger. In zehn Jahren werden fast alle Neu-wagen in Europa Elektroautos sein. Zugleich schlägt die Kommission eine begrenzte Flexibilisierung im Umfang von zehn Prozent vor, um einen weicheren Übergang für die Industrie zu ermöglichen. Diese 10 Prozent müssen vollständig ausgeglichen werden, überwiegend durch den Einsatz von klimafreundlich hergestelltem europäi-schem Stahl. Für mich als Klimaschutzminister ist entscheidend: Die Klimawirkung der europäischen CO2-Regeln bleibt so erhalten. Das, was durch die zusätzliche Flexibilität mehr an CO2 ausgestoßen wird, muss an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das ist der Kern der deutschen Position, die wir in Brüssel eingebracht haben. Dieser Ausgleich wird zu einem dringend benötigten Nachfrageschub für europäischen grünen Stahl führen. Damit kann es gelingen, wichtige Fortschritte für Klimaschutz und Arbeitsplätze in der Stahlindustrie zu organisie-ren. Deutschland wird sich konstruktiv in die weiteren Beratungen einbringen und innovative Ansätze verfolgen.“
Weitere Informationen: Das federführende Bundesumweltministerium wird die Kommissionsvorschläge nun im Detail auswerten und sich dann gemeinsam mit den anderen Ressorts in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene einbringen. Kritisch diskutiert werden sollte dabei unter anderem die vorgeschlagene Anrechnung von Biogas. Denn Biogas wird dringend und vorrangig in Gaskraftwerken gebraucht, um die Abhängigkeit von teuren und unzuverlässigen Erdgasimporten zu verringern. |
Very bad news ... aus Hessen!
16. Dezember 2025 | Missachtung des Ehrenamtes
Abbau von Naturschutz und Bürgerbeteiligung
Neues Entbürokratisierungsgesetz setzt falsche Schwerpunkte
16. Dezember 2025 | Luchsbericht 2024/25
Erneut Nachwuchs im Reinhardswald
Luchsvorkommen in Nordhessen bleibt stabil
16. Dezember 2025 | KOMMENTAR zu Pariser Klimaabkommen
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Klimaschutz sichert Zukunft und Wohlstand |
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Zu zehn Jahren Pariser Klimaabkommen erklärt Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Wir gratulieren zu zehn Jahren Pariser Klimaabkommen. Und wir erinnern: Worte retten kein Klima, Taten schon. Jedes Land muss seinen vereinbarten Beitrag leisten, damit das gemeinsame Ziel erreicht wird, die Klimakrise zu stoppen. Klimaschutz sichert Zukunft und Wohlstand. Die Bundesregierung muss jetzt die Hausaufgaben machen und ein wirksames Klimaschutzprogramm auf den Tisch legen. Es braucht endlich Maßnahmen, die den Klima-schutz voranbringen, statt die Energiewende, die Abkehr vom Verbrenner oder gleich die Klimaziele infrage zu stellen. Deutschland ist säumig mit seinem Beitrag zum Paris-Abkommen und droht, den Anschluss an Zukunfts-märkte zu verpassen. Das Klimaabkommen hat gezeigt, dass multilaterale Zusammenarbeit erfolgreich ist. Sie ist sogar der einzige Weg, um globalen Krisen umfassend zu begegnen. Zum Jubiläum sagen wir deshalb: Danke an alle, die seitdem kämpfen, handeln und Hoffnung geben.“ |
16. Dezember 2025 | KOMMENTAR
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Abschwächungen beim Verbrenner-Aus schaden Klima und Industrie |
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Vor der Veröffentlichung des Vorschlags der EU-Kommission zur Abschwächung der CO2-Flot-tengrenzwerte kommentiert Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Eine Aufweichung beim sogenannten Verbrenner-Aus schadet Klima und Industrie. Abgeschwächte Vorgaben und Ausnahmen für Plug-in-Hybride erschweren es, die Klimaziele einzuhalten und nehmen der Industrie die oft beschworene Planungssicherheit. Mehrere Technologieoptionen bedeuten ein Aufsplitten von Unternehmensin-vestitionen und verstärken die Verunsicherung der Kund*innen. Die Zukunft fährt elektrisch, das stellt wohl niemand mehr in Frage. Jetzt entscheidet sich, ob die Zukunft zumindest in Europa auch noch europäisch fährt. Mobilität mit heimischem Ökostrom reduziert Abhängigkeiten, Importe von Öl, scheinbar nachhaltigen biogenen Kraftstoffen oder zukünftig von E-Fuels erhöhen diese hingegen. E-Fuels sind ineffizient und teuer, sie sind keine gangbare Zukunftsoption für Normalverdienende. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss dem Lobbydruck standhalten. Nur mit klaren Vorgaben kann sie die notwendige Transformation vorantreiben, die einige Konzerne bislang verschlafen. Verwässert die EU das Verbrenner-Aus, riskiert sie, dass Europa den Anschluss an die Mobilität der Zukunft weiter verliert.“ |
12. Dezember 2025 | Mehrweg-Innovation
Fußball-Bundesliga: Deutsche Umwelthilfe zeichnet TSG 1899 Hoffenheim aus
Einführung eines Mehrwegsystems für Speisen
News in eigener Sache
12. Dezember 2025 | Biologische Vielfalt in Gefahr
Pflegenotstand im Naturschutz
GNA kritisiert ausbleibende Unterstützung bei der Biotop- und Landschaftspflege und rüstet sich für
neue Herausforderungen
12. Dezember 2025 | KOMMENTAR zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz (IZG)
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Zukunft im Titel, Naturzerstörung im Gesetz |
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Zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses und zu einem neuen IZG erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Unter dem Deckmantel Beschleunigung plant die Koalition nichts anderes als einen Generalangriff auf die Natur. Sie will dabei auch den Rechtsschutz gegen Eingriffe aushöhlen. Die Einschnitte durch dieses sogenannte Zukunftsgesetz sind gewaltig und werden gravierende Veränderungen im Naturschutz auslösen. Damit der Schutz von Natur- und Artenvielfalt dadurch nicht vollständig vor die Wand gefahren wird, muss bei den geplanten Ersatzgeldzahlungen unbedingt sichergestellt werden, dass diese an den entsprechenden Stellen wirksam für den dauerhaften Schutz von Natur und Umwelt eingesetzt werden. Dazu braucht es zum Beispiel Lösungen wie ein starkes und wirksames Naturflächengesetz. Damit kann verlässlich und bundesweit eine grüne Infrastruktur zum Schutz unserer Lebensgrundlagen aufgebaut werden. Auch die Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung kann damit ambitioniert angegangen werden. Wir sehen den Bedarf für eine Beschleunigung von Infrastrukturprojekten. Diese kann nur gelingen, wenn eine klare Priorisierung einer überschaubaren Zahl von volkswirtschaft-lich sinnvollen Projekten erfolgt, die dann im Einklang mit Natur- und Klimaschutzzielen umsetzbar sind. Die Bundesregierung duckt sich vor einer solchen Entscheidung weg und verwendet stattdessen den Begriff des überragenden öffentlichen Interesses inflationär. Er soll zukünftig bei jeder mehrspurigen Straße und jedem Autobahnrastplatz Anwendung finden. Alles priorisieren zu wollen, wird die erhoffte Beschleunigung ausbremsen. Eine Beschleunigung, ohne den Abbau rechtsstaatlicher Beteiligung, braucht es gerade im Bereich der klimafreundlichen Mobilität auf der Schiene. Aber auch mit Blick auf die maroden Brücken bedarf es einer wirkungsvollen Priorisierung des Erhalts der bestehenden Infrastruktur.“ |
12. Dezember 2025n | Gewinn für Umwelt & Betriebe
Klimaschonende Milchkuhhaltung
Intelligenter Einsatz von Ressourcen spart Geld, schützt das Klima und hält die Tiere gesund
11. Dezember 2025 | Nachhaltige Entwicklung
11. Dezember 2025 | Zehn Jahre Paris
Tempo, Zusammenhalt und natürlicher Klimaschutz gefordert
Ökosysteme nutzen, um Emissionen zu senken
11. Dezember 2025 | Bayerischer Landtag
Verbot von kommunalen Einweg-Verpackungssteuern
„Bayern entmündigt Kommunen, die gegen Müllflut vorgehen wollen“
11. Dezember 2025 | KOMMENTAR zum Heizungsgesetz
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Koalitionsausschuss bei Klima- und Verbraucherschutz in der Pflicht |
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Zur Debatte um das Heizungsgesetz im Koalitionsausschuss erklärt Verena Graichen, Geschäfts-führerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Wer die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen kippt, schadet Klima, Handwerk und Verbrau-cher*innen gleichermaßen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist das wirksamste Instrument für Klimaschutz im Gebäudesektor – und der beste Schutz vor teuren Fehlinvestitionen. Das GEG schützt Verbraucher*innen vor der Kostenfalle Gasheizung und unrealistischen Wasserstoff-Planungen der Gasnetzbetreiber. Statt weiter Verunsicherung zu schüren, muss die Koalition heute Abend Klarheit schaffen: Wie bringt sie den Gebäudesektor endlich auf Klimakurs? Wie gelingt eine sozial gerechte Wärmewende? Entscheidend ist, den Umstieg auf erneuerbare Heizungen zu beschleunigen – nicht auszubremsen.“
Hintergrund: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt fest, wie Gebäude energetisch gebaut, saniert und betrie-ben werden müssen, um Energie zu sparen und Treibhausgase zu reduzieren. Es regelt Anforderungen an Neu-bauten, Bestandsgebäude, Heizungen und Energieausweise. Als Heizungsgesetz werden in der medialen und politischen Debatte vor allem die Regeln zum Tausch von Heizungen innerhalb des GEG bezeichnet. Seit 2024 müssen eingebaute Heizungsanlagen – zunächst nur in Neubaugebieten – mit mindestens 65 Prozent erneuer-baren Energien betrieben werden. Mit ihrer Ankündigung, das sogenannte Heizungsgesetz abzuschaffen, sorgt CDU-Ministerin Katherina Reiche für Verunsicherung bei Verbraucher*innen, Kommunen und in der Heizungs-branche. Laut Koalitionsvertrag soll das neue GEG „technologieoffener, flexibler und einfacher“ werden. Was genau damit gemeint ist, bleibt bislang unklar. Entgegen dem Ansatz der Union sind sich jedoch fast alle Akteure einig: Statt die Regeln zum Heizungstausch grundlegend zu verändern, muss die Wärmewende vor allem kon-tinuierlich und planbar werden. Mehrere Rechtsgutachten weisen außerdem darauf hin, dass eine bloße Abschaf-fung der Regeln zum Heizungstausch nicht rechtens wäre. Eine Verfehlung der Klimaziele würde außerdem Milliarden kosten, da Deutschland aufgrund der EU-Lastenteilung teure Ausgleichszertifikate von anderen EU-Ländern kaufen müsste, die die Klimaziele einhalten. |
10. Dezember 2025 | KOMMENTAR zur abgeschwächten EU-Lieferkettenrichtlinie
"Europäische Union stellt Konzerninteressen über Schutz von Menschen, Umwelt und Klima"
Berlin. Die Europäische Union hat die Lieferkettenrichtlinie im Trilogverfahren massiv abge-schwächt: Mit einem Anwendungsbereich erst ab
5.000 Beschäftigten und 1,5 Milliarden Euro Umsatz, der Streichung verbindlicher Klimatransitionspläne und der Aufhebung einer EU-weit harmonisierten Haftung werden genau diejenigen Pflichten
ausgehöhlt, die Unternehmen zu wirk-samer Risikoanalyse und -vermeidung hätten zwingen sollen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Bundesregierung auf, diese Einigung auf Kosten von
Umweltschutz und Menschen-rechten im Rat entschieden abzulehnen. Dazu Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
„Diese Einigung ist ein Frontalangriff auf den Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima. Auf
Druck der Konservativen nimmt das EU-Parlament Betroffenen von Menschenrechts-verletzungen den Zugang zu Rechtsschutz und lässt
Unternehmen, die im Gegensatz zu ihrer Konkurrenz verantwortungsvoll wirtschaften, über die Klinge springen. Die Bundesregierung muss diesen Vorschlag im Rat zurückweisen, wenn sie ihre
Glaubwürdigkeit in der Menschenrechts-, Klima- und Handelspolitik nicht verspielen will."
10. Dezember 2025 | Nachhaltige Mobilität
Elektrofahrräder praktischer und sicherer machen
Allianz aus Umwelt-, Verbraucher- und Wirtschafts-verbänden fordert europaweit einheitlichen Ladestecker
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